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Teilprogramm Naturschutz und Biodiversität

Wald und Waldbach in Deutschland

Das LIFE-Teilprogramm Naturschutz und Biodiversität (NAT) trägt zum Schutz sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung der Natur in der EU bei. Das Ziel ist, den Verlust der biologischen Vielfalt (Biodiversität) zu stoppen und eine Trendumkehr einzuleiten.

Die übergeordnete Zielsetzung des europäischen LIFE-Programms ist, die Umsetzung und Weiterentwicklung der EU-Umweltpolitik zu fördern. Für das Teilprogramm Naturschutz und Biodiversität (NAT) bedeutet dies: Die Projekte sollen vor allem zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (EU-FFH-Richtlinie) und der Vogelschutzrichtlinie beitragen sowie den Ausbau des Natura 2000-Netzwerks voranbringen. Ebenso können sie die Umsetzung der EU-Verordnung zu den invasiven gebietsfremden Arten unterstützen. Auch das Erreichen der Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 oder der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur können im Fokus stehen. Wie alle LIFE-Teilprogramme soll das Teilprogramm NAT zum Erreichen der Ziele des EU Green Deals beitragen.

Projekte im Teilprogramm NAT können Schwerpunkte aus einer großen Bandbreite von Themen haben. Die zentralen Handlungsfelder reichen beispielsweise vom Schutz gefährdeter Arten über die Renaturierung degradierter Ökosysteme bis zur Entwicklung städtischer Gebiete sowie der Land- und Forstwirtschaft im Einklang mit der Natur.

Im Normalfall liegt die maximale Förderquote bei 60 Prozent. In speziellen Fällen kann eine Förderquote von 75 Prozent erzielt werden, wenn die gesamten Projektmaßnahmen mindestens einen der folgenden Naturschutzaspekte adressieren:

  • prioritäre Lebensräume oder Arten gemäß den Anhängen der EU-FFH-Richtlinie
  • vom Ornis-Ausschuss (Gremium zur Unterstützung der Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie) als «für die Finanzierung vorrangig» (Priority for Funding) eingestufte Vogelarten 
  • Lebensraumtypen oder Arten gemäß den Anhängen der FFH-Richtlinie, deren Erhaltungszustand in den neuesten verfügbaren biogeografischen Bewertungen auf EU- und nationaler Ebene als ungünstig-schlecht und abnehmend (U2-) bewertet sind
  • Lebensraumtypen oder Arten (außer Vogelarten), deren Bedrohungsstatus auf EU-Ebene in den aktuellsten europäischen Roten Listen als gefährdet oder schlechter bewertet wird
  • andere Lebensräume oder Arten in Gebieten, die nicht in den europäischen Roten Listen erfasst sind und deren Gefährdungsstatus in den aktuellsten globalen Roten Listen der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet oder schlechter eingestuft ist
  • in Ausnahmefällen und vorbehaltlich einer wissenschaftlichen Begutachtung: alle neu beschriebenen Arten, die als gefährdet gelten sollten, aber noch nicht Gegenstand einer Bewertung für die Roten Listen der IUCN auf EU- oder globaler Ebene waren.

Konkrete Informationen zu den aktuellen Schwerpunkten finden Sie im aktuellen Förderaufruf.

Förderfähige Projekttypen

Folgende Projekttypen können im LIFE-Teilprogramm Naturschutz und Biodiversität (NAT) gefördert werden:

  • Standard Action Projects (SAPs)
  • Strategic Nature Projects (SNAPs)
  • Technical Assistance Preparation Projects (TA-PPs)

Zu den Projekttypen


Weitere Informationen

Informationen zum laufenden Förderaufruf sowie ein Archiv der vergangenen Förderaufrufe im LIFE-Programm finden Sie unter Aktueller Förderaufruf.

Unter Veranstaltungen stehen Ihnen erläuternde Präsentationen und Videoaufzeichnungen von Vorträgen zu den LIFE-Förderaufrufen seit 2021 in deutscher Sprache zur Verfügung. Die Materialien beinhalten nicht nur allgemeine Einführungen in das Förderprogramm, die einzelnen Teilprogramme und die Topics, sondern auch Tipps aus der Projektpraxis, Erfahrungsberichte und Hinweise zum Antragsprozess sowie zur Projektkonzeption aus Sicht der Beratungsstelle.

Beachten Sie auch die Inhalte im Bereich Ihr Projekt – von der Idee bis zur Einreichung. Dort finden Sie umfassende Informationen zum Antragsprozess im LIFE-Programm, beispielsweise Tipps zum Verfassen eines Projektantrags.

Kontakt

LIFE-Beratungsstelle Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
E-Mail schreiben