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26.10.2026

Neue LIFE-Projekte mit deutscher Beteiligung gestartet

135 neue LIFE-Projekte erhalten rund 390 Millionen Euro an EU-Fördermitteln. Auch deutsche Organisationen sind mit ihren Vorhaben vertreten: von besserem Wassermanagement über Klimaschutz in Naturparks bis hin zu Schutz vor schädlichen Chemikalien.

Wie können wir uns besser gegen Dürren und Starkregen wappnen? Welche Rolle spielen Naturparks beim Klimaschutz? Wie lassen sich gesundheitsschädliche Chemikalien im Alltag vermeiden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die LIFE-Projekte unter deutscher Federführung, die im Rahmen des Förderaufrufs 2025 ausgewählt wurden.
 

Rekordzahl an Anträgen

Insgesamt stellt die EU rund 390 Millionen Euro für 135 neue Projekte aus dem Förderaufruf 2025 in den Bereichen Natur, Umwelt, Klima und saubere Energie bereit. Zusammen mit weiteren öffentlichen und privaten Mitteln werden Investitionen von rund 579 Millionen Euro ermöglicht. Diese Projekte wurden aus insgesamt 1.095 eingereichten Anträgen ausgewählt – so vielen wie nie zuvor in 33 Jahren LIFE. Auch Deutschland ist mit spannenden Projekten vertreten. Sie zeigen, wie vielfältig die Ansätze sind, mit denen deutsche Akteure gemeinsam mit europäischen Partnern zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.
 

Von Wasserrückhalt bis Chemikalienschutz: Projekte mit deutscher Beteiligung


// Teilprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung

LIFE KeepWater4Later: Wasser in der Landschaft halten 
Wie können ländliche Regionen besser mit Trockenheit und Starkregen umgehen? In der Region Altmühlfranken in Bayern erprobt das Standardaktionsprojekt LIFE KeepWater4Later Wege, um Wasser länger in der Landschaft zu halten. Dazu werden unter anderem Teiche, Becken und Gräben wiederhergestellt und für den Wasserrückhalt genutzt. Die gewonnenen Erfahrungen sollen auch anderen ländlichen Regionen in Nord-Europa zugutekommen. 

LIFE CARENA: Naturparks als Verbündete im Klimaschutz
Das Standardaktionsprojekt LIFE CARENA untersucht in vier deutschen Naturparks, wie eine klimafreundliche Bewirtschaftung die Kohlenstoffspeicherung in Böden und Landschaften stärken kann. Dazu gehören Maßnahmen wie Humusaufbau und Heckenpflanzungen, deren Wirkung mithilfe von Satellitendaten, Drohnen und Bodenuntersuchungen ausgewertet wird. Zudem schult das Projekt Fachkräfte, die künftig entsprechende Maßnahmen planen und begleiten sollen.
 

// Teilprogramm Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität

LIFE C-SWIM Rhine: Schadstoffe im Rhein besser vorhersagen  
Wie lassen sich Schadstoffbelastungen im Rhein frühzeitig erkennen und besser vorhersagen? Das Preparatory-Projekt LIFE C-SWIM Rhine entwickelt ein Vorhersagemodell weiter, um Schadstoffe aus Industrie, Landwirtschaft und Arzneimitteln im Rhein und seinen Nebenflüssen schneller und genauer zu erfassen. So sollen Umweltbehörden und Wasserversorger rechtzeitig gewarnt werden und gezielt Maßnahmen zum Schutz der Gewässer ergreifen können. Dafür bündeln Projektpartner aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden ihre Expertise.

LIFE MUMs: Weniger schädliche Chemikalien im Alltag  
Bestimmte Chemikalien in Alltagsprodukten können das Hormonsystem beeinflussen. LIFE MUMs unterstützt Schwangere dabei, ihre Belastung durch solche Stoffe zu reduzieren. Das Governance-Projekt entwickelt praktische Alltagshilfen, darunter eine App mit individuellen Empfehlungen, und schult medizinische Fachkräfte. Neun Projektpartner setzen dafür in acht europäischen Ländern Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung in Privathaushalten um.
 

// Teilprogramm Energiewende und Energieeffizienz

LIFE EU Peers II: Energetische Gebäudesanierung erleichtern
Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, steht oft vor finanziellen und technischen Herausforderungen. One-Stop-Shops bieten dabei Beratung und Unterstützung aus einer Hand. Das Projekt LIFE EU Peers II stärkt die europaweite Zusammenarbeit dieser Anlaufstellen und erweitert das Netzwerk von sechs auf zwölf nationale Plattformen. Durch Schulungen, Hilfsmittel und Erfahrungsaustausch unterstützt es zudem den Ausbau entsprechender Beratungsangebote in fünf weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern.
 

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Die neuen LIFE-Projekte zeigen, wie europäische Zusammenarbeit konkrete Lösungen für aktuelle Umwelt- und Klimaherausforderungen ermöglicht. Ob regional verankert oder grenzüberschreitend angelegt: Viele der erprobten Ansätze sollen zukünftig auch in anderen Regionen Europas Anwendung finden.
 

Zur Pressemitteilung der Europäischen Kommission

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